S E Y C H E L L E N

Praslin, La Digue und Mahé – Juwelen im Indischen Ozean

Di. 10.8. Tag 3 auf Praslin

Posted by m.g.tischler - 18. Dezember 2020

(Beitrag erstellt am 13.08.2010)
Diesmal läutet der Wecker um 05:45, Blick hinaus, Regen und grauer Himmel. Gerhard brummt verschlafen: „Ich bleib da.“
Trotzdem ab zum Strand, vielleicht ändert sich ja doch noch etwas.

Freundliche Menschen, jeder grüßt und fragt, wie es mir geht, einige sammeln den Müll der Gäste ein, ich sitze auf einem Palmenstumpf, und warte …
Hinter einigen Palmen höre ich ein gleichmäßiges Klopfen, so als würde jemand eine Kokosnuss aufschlagen. Ich schaue nach und sehe, wie jemand mit einem großen Stein Krebse zerstampft, sie mit Sand vermischt und in einen Kübel wirft.
Auf meine Frage, was er da tut, entwickelt sich wieder ein nettes Gespräch. Obwohl es nicht immer leicht ist, alles zu verstehen, denn das einheimische Englisch klingt oft sehr verfälscht.
„Fish-Curry“, lautet die Antwort. Das ist eine von den landestypischen Speisen und schmeckt echt gut, hat mit „Curry“ gar nichts zu tun, sieht eher aus wie Fisch oder Fleisch in einer dunklen Sauce, sehr gut gewürzt.
Und das sollen wir gegessen haben, schießt es mir durch den Kopf? Zu guter letzt zeigt mir der freundliche Mann noch die Kopra, die er mit den bloßen (schmutzigen) Händen dazugemischt hat, und auch die zwei Früchte, die den Geschmack verbessern. Ich brauchte einige Augenblicke, um diesen Anblick zu „verdauen“.
Dann plötzlich ging zwar nicht die Sonne am Himmel, aber mir ein Licht auf. Curry bedeutet „eingedickte Sauce, etwas Breiartiges“, und es ist nicht mit Fisch, sondern für die Fische – nämlich zum anfüttern.

Erleichtert plauderten wir noch eine Weile, der Fischer Jerry (Bruder unserer Chaletbesitzer) und sein Freund Gerard luden uns ein, mit ihnen zum Fischen einmal rauszufahren, oder einen kleinen Ausflug mit seinem Boot, der „Eagle II“ zu unternehmen, wo auch immer wir hinwollen.

Mal schauen, was unser Zeitplan noch zulässt …

Pünktlich, wie vereinbart stand unser Mietwagen, ein Hyundai i10 vor der Tür. Diesmal wollten wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen, und nicht von Ralley-fahrenden Bus-Chauffeuren abhängig sein.

Erster Stopp nach kurzer Fahrt in der Baie Ste Anne, Kirch besichtigt, davor meine heißgeliebten Frangipani Blüten entdeckt, an der Rückseite der Kirche steht ein riesengroßer Jackfruitbaum (endlich einen gefunden, denn von meiner Farm kenn ich den ja schon *ggg*), drei Riesenspinnen hoch über uns fotografiert, Kirche auch von innen besichtigt – da dürften schon die ersten Vorbereitungen für das große Fest „Maria Himmelfahrt“ begonnen haben (echt schön geschmückt).
Nun nahmen wir den längeren Weg entlang der Küste um auf die Westseite zu gelangen. Echt tolle Landschaft, 30% Steigung immer wieder rauf und runter, an der Anse Marie Luise vorbei, wieder Steigungen wie in der Hochschaubahn im Prater bergauf und bergab, dann sahen wir schon die Bucht Anse Consolation. (Wild, romantisch und einsam – wie immer! Ja hat da denn sonst keiner mehr Urlaub außer uns?)
Die Hitze gepaart mit Luftfeuchtigkeit schlug uns entgegen, nach einigen Fotos zurück ins Auto, das sich wieder voll aufheizte, und weiter an der Westküste nach Norden.
Laut Reiseführer wussten wir, dass um diese Jahreszeit das Baden an der Anse Takamaka (im Westen), an der Grand Anse und an der Anse Kerlan durch die Seegrasanschwemmungen nicht sehr einladend ist. Dem können wir voll beipflichten.
Wir fuhren am Flughafen vorbei, genau gegenüber liegt die „Praslin Ocean Farm“ mit dem Black Pearl Schauraum und dem Shop dazu.
Zuerst sahen wir uns die Muschel-Zuchtbecken genauer an, sahen zwei toll gefärbte Seesterne, ca. 30 cm im Durchmesser, so schnell konnte ich gar nicht schauen, hatte mir das liebe Mädel schon den roten Stern auf die offene Handfläche gelegt. Seltsames Gefühl, aber nicht unangenehm.
Als wir den “Streichelzoo“ hinter uns hatten, gings weiter in den Schauraum, wo wir einiges über die Zucht der „Schwarzen Perlen“ (die auch gold, grün, blau, … sein können) lernten. 4 bis 12 Jahre dauert es vom einsetzen des Kernes bis zur fertigen Perle. Daher auch die hohen Preise von 500 € aufwärts für eine einzelne in einem Schmuckstück gefasste Perle.

Dann noch ein Stück mit dem Auto weiter, denn laut Miriam, unserem guten „Hausgeist“ brauchen wir nur durch das feudale „Lemuria Resort“ durch, was erlaubt sein soll, und als lohnendes Ziel dieses Tages wartet die Anse Georgette, die noch schöner und einsamer und toller sein soll, als alles bisher gesehene.
Leider waren wir nicht angemeldet, und die vorgesehene Besucherzahl für diesen Strand war schon erreicht.
Der Security am Eingang zum Resort bedauerte freundlich aber bestimmt, dass es heute nicht mehr möglich sei L.

Die Heimfahrt führte uns durch das Inselinnere, vorbei am Valle de Mai, und dann in einem großen Bogen wieder zur (seegrasfreien) Ostküste. Wir hatten Glück, oder die langen Vorbereitungen haben sich doch ausgezahlt – wir haben eindeutig das beste Quartier auf der Insel!

Da wir von den Früchten am Nachmittag nicht wirklich satt waren, beschlossen wir einen Tisch im „Les Laurier“ zu bestellen. Um halb acht war es dann soweit – ein herrliches kreolisches Buffet, eine Unmenge an verschiedenen Salaten, und Vorspeisen, gegrillter Shellfisch und Jobfish (muss erst schauen, wie man den wirklich schreibt, Chicken und Pork, zu dem kamen wir gar nicht mehr, weil wir schon so voll waren. Selbst einen köstlichen Kuchen ließen wir sausen und bezahlten nur 25 €, für die Seychellen gar nicht so viel. Diesen Preis war es allemal wert.
Und jetzt sitz ich wieder bei Windstille und „nur“ 26° und 86% LF auf der Terrasse und werde versuchen mit der Wertkarte, die nur eine Stunde gültig ist, die Berichte online zu stellen.

2 Antworten zu “Di. 10.8. Tag 3 auf Praslin”

  1. Edith und Franz said

    Hi,

    freut uns, dass es euch so gut gefaellt.
    haben schon auf die ersten blogeintraege gewartet.
    sitzen hier etwas neidisch und warten auf die nächsten
    berichte und bilder.

    noch viel spass
    lg e+f

  2. Verena said

    Sooo teuer sind die Perlen? 😦 Das heißt mit einer Kette wirds wohl nix 😉

    Kauf dir bitte gleich wieder Internet, dass wir was zum Lesen haben 🙂

    Bussi!

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